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Der größte Denkfehler im Umgang mit der Zukunft.

Liebe Freunde, Bekannte und Geschäftspartner,

der Blick in die Glaskugel ist niemandem vergönnt, auch wenn einige Mitmenschen hellseherische Fähigkeiten für sich in Anspruch nehmen und als Propheten – meist im Namen der eigenen Ideologie – auftreten. Wir können lediglich erkannte Prinzipien und Schemata fortschreiben, nach dem Motto „Wenn alles so weitergeht wie jetzt, dann…“ Dabei sind wir an die Möglichkeiten und Erkenntnisse gefesselt, die uns aktuell zur Verfügung stehen.

Innovative Gedanken, Entdeckungen und Erfindungen, die sich zweifelsfrei in der Zukunft einstellen werden, sind unserer Wahrnehmung entzogen. Deshalb können wir damit auch nicht gedanklich arbeiten. Ein etwas gelassenerer Umgang mit unserer Zukunft ließe sich also eigentlich allein durch logisches Schließen ableiten. Das Gegenteil ist aber leider oft der Fall: Die Zukunft wird nicht in frohen Farben, sondern eher düster ausgemalt.

Diese Angst vor dem unmittelbaren Bevorstehen des Weltendes durchzieht die menschliche Kulturgeschichte von Anfang an. In fast jeder Epoche stand der Weltuntergang in den Augen der Menschen unmittelbar bevor und jede Generation hat, aus der Retrospektive betrachtet, immer dieselben Argumente vorgebracht: „So schlimm wie hier und heute war es noch nie! Wir müssen sofort umkehren und unser Leben ändern!“

Dennoch hat die Menschheit – allen apokalyptischen Szenarien zum Trotz – bis heute Bestand und, zumindest in der westlichen Welt, einen solchen Grad individueller Lebens-Gestaltungsfreiheit geschaffen, wie er noch vor wenigen Generationen unvorstellbar war.

Wir dürfen also voller Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft schauen. 

Herzlichst,

Ihr Stefan Schütz