Liebe Freunde, Bekannte und Geschäftspartner,
Ostern kommt jedes Jahr – und doch trifft es uns nie im selben Moment unseres Lebens. Während sich vieles um uns herum immer schneller verändert, geraten die grundlegenden Fragen leicht in den Hintergrund: Was trägt wirklich, wenn es schwierig wird? Woran orientieren wir uns, wenn Entscheidungen Gewicht bekommen?
Christen feiern an Ostern die Auferstehung Jesu und damit den Sieg des Lebens über den Tod. In dieser Botschaft liegt eine Kraft, die weit über das Fest hinausreicht: dass das Leben stärker ist als alles, was ihm entgegensteht. Dass es keinen endgültigen Stillstand gibt. Dass selbst dort, wo etwas zu Ende scheint, ein neuer Anfang möglich ist.
Ostern erinnert daran, dass wir Krisen nicht umgehen können, aber durch sie hindurchgehen. Schmerz, Unsicherheit und Zweifel gehören ebenso dazu wie Klarheit, Aufbruch und die Fähigkeit, neu zu beginnen. Gerade in solchen Phasen zeigt sich, wie entscheidend unsere innere Ausrichtung ist.
Denn oft sind es nicht die äußeren Umstände, die uns festhalten, sondern die Perspektive, aus der wir auf sie blicken. Erst wenn sich diese verändert, entsteht Klarheit. Und aus Klarheit heraus wird Handlung möglich.
Zugleich erleben viele Menschen, dass diese Klarheit nicht allein aus uns selbst entsteht. In Momenten wirklicher Orientierung zeigt sich häufig eine Verbindung zu etwas, das über uns hinausgeht und uns trägt. Ob wir dafür den Begriff „Gott“ verwenden oder andere Worte finden, ist weniger entscheidend als die Erfahrung selbst.
Ostern ist deshalb mehr als eine Erinnerung. Es ist ein Hinweis darauf, dass das Leben nicht endet, wo wir an Grenzen stoßen. Dass Entwicklung möglich bleibt. Und dass es sich lohnt, dem Leben auch dann zu vertrauen, wenn der Weg noch nicht sichtbar ist.
Ich wünsche Ihnen ein Osterfest, in dem diese Zuversicht spürbar wird – und in dem das Leben, in Ihnen und um Sie herum, immer wieder neu an Kraft und Hoffnung gewinnt.
Herzlichst,
Ihr Stefan Schütz